Winterüberquerung Baikalsee

Winterüberquerung des Baikalsees

Eine Winterüberquerung des Baikalsees wird sicher zu einem unvergesslichen Erlebnis. Dem Urlauber bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Er kann eine kurze Winterüberquerung des Baikalsees um die Insel Olchon oder um die Halbinsel Svjatoj Nos machen oder er macht eine Winterüberquerung des Baikalsees von Süd nach Nord oder umgekehrt.

Für eine Winterüberquerung des Baikalsees benötigt man aber eine, den extremen Temperaturen angepasste, Ausrüstung und die passende Kleidung. Auf dem Baikalsee stehen keine Herbergen und Hotels, deshalb muss man in Zelten übernachten. All diese Gegenstände müssen transportiert werden. Außerdem muss man sich selbst versorgen und die Mahlzeiten müssen auf dem See oder am Ufer zubereitet werden.

Bei der Kleidung sollte man bedenken, dass etwas zum Abhalten von Wind, Regen und Feuchtigkeit sowie zur Wärmedämmung für die Winterüberquerung des Baikalsees dabei sein sollte. In einer windstillen Bucht kann es wärmer sein, während es auf dem offenen See im Wind wesentlich kälter erscheint. Mitnehmen sollte man auf jeden Fall eine Windjacke und eine Windhose. Winddichte Handschuhe zum Überziehen und eine Sturmhaube sind empfehlenswert. Daunenjacken halten warm, aber ein Zwiebellook, d. h. mehrere Schichten übereinander tragen, ist besser. Mit mehreren Schichten übereinander getragen hat man mehr Möglichkeiten sich den jeweiligen Witterungsverhältnissen anzupassen. Die Bewegungsfreiheit ist auch größer als bei einer dicken Jacke. Die Anzahl der übereinander getragenen Schichten sollte so sein, dass man evtl. zwei Stunden sitzen kann, ohne zu frieren. Kleinere Dinge wie Mütze, Schal und Handschuhe sollte man in mehreren Ausfertigungen dabei haben, um bei Verlust oder durch Nässe Ersatz parat zu haben.

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Bei einer Winterüberquerung des Baikalsees im Zelt wird man kaum jeden Tag duschen. Deshalb kann man auf einige Wechselkleidungsstücke verzichten. Thermounterwäsche ist auf jeden Fall sinnvoll. Wer friert sollte ein Feuer machen und sich einen Tee zubereiten. Das Wichtigste sind Schuhe mit einer guten Wärmedämmung nach unten. Die Sohle sollte weich sein, weil das Eis nicht glatt ist, sondern von vielen kleinen Formationen übersät ist. Die harte Sohle von Bergschuhen führt oft zur Blasenbildung. Eine sinnvolle Anschaffung sind die Kamik Icers, sie erleichtern das Laufen auf Eis. Es sind Plastiksandalen mit einer Vibramsohle, die über die normalen Schuhe gezogen werden. Die Vibramsohle ist unten mit Metallschrauben bespickt. Wichtig sind auch ein guter Sonnenschutz und eine gute Sonnenbrille.

Zum Schlafen benötigt man ein Zelt. Empfehlenswert ist ein windstabiles Zelt. Mitnehmen sollte man auf jeden Fall genügend Eisschrauben, da man die Heringe nicht ins Eis bekommt und sie auch nicht halten würden. Wichtig sind eine sehr gute und vor allem dicke Isoliermatte und ein warmer Schlafsack, da die Temperaturen teilweise unter minus 20 Grad liegen. Rettungsfolien zur Ergänzung sind sinnvoll, sie sollten zwischen Schlafsack und Isoliermatte liegen.

Bei einer Winterüberquerung des Baikalsees muss eine Thermosflasche für heiße Getränke immer dabei sein. Es sollte vorher überprüft werden, ob der Treibstoff für einen Kocher auch bei extremer Kälte funktioniert, wenn ja, dann sollte die Menge des Treibstoffs für den Kocher großzügig bemessen sein, lieber zu viel als zu wenig. Wer lieber ein offenes Feuer mag, sollte daran denken, eine Säge und Axt mitzunehmen, um das Holz zu zerkleinern. Zum Kochen benötigt man Geschirr. Es sollte zur Speisekarte passend zusammengestellt werden, ein Topf zum Schmelzen des Eises und zum Wasserkochen sollte nicht vergessen werden. Eis zu schmelzen ist besser, als Schnee, da es mehr Mineralien enthält.

Um all diese Dinge zu befördern benötigt man einen Schlitten oder eine Pulka. Ziehen ist auf jeden Fall einfacher als all die Dinge im Rucksack zu tragen. Es gibt Pulkas fertig zu kaufen, eine Alternative wäre eine Selbstanfertigung. Im Internet findet man Anleitungen zum Bau einer Pulka.